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News & Features / Aussenanlagen ohne Beton / Warum ohne Beton? / 

Was ist an Beton denn verkehrt?

Schäden entstehen, weil Beton zwar fest, aber starr ist. Untergrundverformungen (schiebender Hang, Setzungen, Frosthebungen) führen zu Bruchkanten.

Stützmauern und Einfassungen sind den Kräften von Verkehrslasten und Untergrundsetzungen ausgeliefert und müssen durch ihre eigene Masse und die Ablastung aufs Fundament ausreichend Stabilität aufweisen. Eine Fundamentierung aus Beton ist hier grundsätzlich richtig, wenn man gegen alle Einflüsse ausreichende Vorkehrungen trifft:

Frost: Gründungstiefe und Wasserdurchlässigkeit der Schichten beachten, Frostlinsen-Gefahr! Beton kann Frostaufbrüche verstärken, da die Sickerfähige Fläche durch das Betonieren verringert wird.

Setzungen: Fast nicht in den Griff zu bekommen, wenn Untergrund z.B. lehmig ist und am Ende nicht "gewachsen", sondern wiederbefüllt ist. Austausch gegen Vorsieb / Mineralbeton / Recyclingmaterial und ausreichende Verdichtung oder Setzungen akzeptieren.

Verkehrslasten: Dimensionierung der Fundamentierung, bei Einfassungen vor allem Horizontalabtragung der Lasten beachten!

Die Alternative: Schotter zur Befestigung

Mineralbeton reicht bei guter Verdichtung zur Befestigung von Einfassungen oder auch Außenmöbeln wie dem Granit-Tisch aus.

Schotter (Mineralbeton) der Sieblinie 0/32 ist in der Lage, Wasser durch die Kapillare und Hohlräume abzuleiten und umgeht somit die Frostproblematik. Gleichzeitig kann durch die Verdichtung eine Festigkeit erreicht werden, die im Autobahnbau als Tragschicht (Verteilung der Lasten) taugt. Aber auch bei Stützwänden, Freitreppen oder zum Halten von Rabatten und anderen Einfassungen genügt eine ungebundene Bauweise, also ordentlich verdichteter Schotter. Bei Setzungen des Untergrunds kommt es nicht zum Abreißen wie bei Beton, ein nachträgliches Öffnen, um Schadstellen zu beheben, erfolgt ohne Aufbruchhämmer und hinterläßt keine Sollbruchstellen.

 

 

Gegenüberstellung Mineralbeton - Schotter

Beton

Anforderung/Einsatz

Schotter

Bruchgefahr bei Frosthebungen weil starr

Frost

wasserdurchlässig, auf Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds achten

Bruchgefahr bei Überbeanspruchung

Geländebewegungen

werden mitgemacht ohne Tragfähigkeit zu schädigen

keine Durchlässigkeit im Bereich der Einfassung, bei Aussentreppen kaum Sickerfläche verbleibend

Flächenversiegelung von Pflasterflächen und gepflasterten Aussentreppen

vollflächig wasserdurchlässig

Mörtelfugen reißen, wenn Hang schiebt; auffällige Überhänge und häßliche Schatten (Problematik der Gleichmäßigkeit)

Stützwände aus Mauerwerk

Stützwände als Trockenmauer mit mind. 30 cm breiter Schotterwand zur Lastverteilung; leicht hangwärts geneigt, evtl. Verschiebungen fallen nicht auf

Aushärten erforderlich bei mehreren Stufen bzw. vor Belegung mit Pflaster, hohe Versiegelungsdichte

Aussentreppe mit gepflasterten Trittstufen

Reduzierung auf Mineralbeton, Splitt, Pflastersteine; keine Aushärte-Zeiten ermöglicht das Erstellen am Stück bei sofortiger voller Belastbarkeit, Trittstufen werden sofort mitgepflastert

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